Bauernbund | 03.09.2008

Ein großer Schritt ist getan ...

Die Frage der Versicherung auf touristisch genutzten Privatwegen ist geklärt. Entsprechend zufrieden ist der Südtiroler Bauernbund. Mit diesem positiven Schritt verknüpft sich die Hoffnung, dass auch die weiterhin ungeklärten Fragen in dieser Materie nun bald geregelt werden.

„Endlich können auch alle Eigentümer, Besitzer und Pächter der privaten Wege wieder ruhig schlafen“, freut sich Bauernbund-Obmann Georg Mayr. „Wir stimmen mit dem LTS auch überein, dass mehr als die Hälfte der Mountainbiker Einheimische sind, und dass die Materie nicht unbedingt in den Zuständigkeitsbereich des Tourismus fällt“, so Mayr. Als Entgegenkommen der Tourismusbranche wertet er daher die Tatsache, dass die Abwicklung dieser Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung über den Landesverband der Tourismusorganisationen (LTS) erfolgt.

Ergebnis passt, Vorgangsweise irritiert
Etwas irritiert ist man beim Bauernbund daher nicht über den Inhalt, sondern lediglich über die Vorgangsweise. Die ersten Informationen über den Vertrag hat Mayr auf der heutigen Pressekonferenz von LTS und Tourismuslandesrat Thomas Widmann erhalten. Der Bauernbund-Obmann betont, „dass wir eigentlich ein offenes Verhältnis zum LTS haben.“ Etwas verwundert ist er daher, „dass man uns nicht bereits im Vorfeld informiert hat. Oft liegt der Teufel ja gerade bei Versicherungspolizzen im Detail. Wir hätten daher gerne die Möglichkeit gehabt, vor dem Abschluss mit unseren Experten im Hause den Vertrag zu überprüfen. Aber laut dem ersten Eindruck, den ich heute gehabt habe, ist das Ergebnis durchaus zufriedenstellend.“ Es sei selbstverständlich, dass der Bauernbund weiterhin das Gespräch mit allen Betroffenen im Tourismussektor suche, um die Zusammenarbeit zu verbessern.

Nun noch verbleibende Schritte tun
Mit diesem großen Schritt im Bereich der Versicherung verknüpft Mayr die Hoffnung, dass nun auch die noch ungeklärten Fragen in dieser Materie geregelt werden: „Zum einen legen wir weiterhin Wert darauf, dass bei der Streckenführung – wer auch immer diese vornimmt und veröffentlicht – die örtlichen Bauernbund-Vertreter mit eingebunden werden. Zum anderen ist die Frage einer kleinen Entschädigung für die Nutzung des privaten Grundes noch offen.“ Der Bauernbund plädiert hier für eine sehr unbürokratische Lösung nach dem Vorbild des Nordtiroler Modells. „Es ist eine Lösung ohne großen Verwaltungsaufwand“, so Mayr.


Bildtext (Foto SBB):
Trotz einiger Abstimmungsprobleme in der Entstehungsphase: Das Ergebnis stimmt. Darüber sind sich (v.l.) LTS-Präsident Erwin Lanzinger, LR Thomas Widmann, Bauernbund-Obmann Georg Mayr und LTS-Direktor Hubert Dorfmann einig.