Steuerberatung | 19.09.2007

Auch Speck und Würste können über die Katasterwerte besteuert werden

Landwirtschaftlicher Unternehmer ist, wer die Bewirtschaftung des Bodens, Waldwirtschaft, Viehzucht und damit verbundene Tätigkeiten betreibt. Als mit der Landwirtschaft verbundene Tätigkeit gilt die Bearbeitung, Verarbeitung, Konservierung, Veredelung und Vermarktung von Produkten, welche vorwiegend aus der eigenen landwirtschaftlichen Haupttätigkeit stammen. Die reine Vermarktung zugekaufter Produkte bleibt weiterhin eine gewerbliche Tätigkeit (Handel).

Für die Einkommenssteuer wurde bereits mit Ministerialdekret 19. März 2004 eine Tabelle der landwirtschaftlichen Produkte erstellt. Scheint ein Produkt in dieser Liste auf erfolgt die Besteuerung über die Katasterwerte, sofern bei der Herstellung vorwiegend eigene landwirtschaftliche Produkte verwendet werden.
Nun wurde mit Ministerialdekret vom 11. Juli 2007 diese Tabelle aktualisiert. Zu den Produkten, wie Marmelade, Apfelsaft, Fleisch…, die bereits seit 2004 über die Katasterwerte versteuert werden können, zählen nun auch die Produktion von Speck und Würsten. Neu dazu gekommen sind auch weiterverarbeitete Produkte aus Honig, Konservierung von Fisch, Filetieren von Fisch und das Trocknen von Heilkräuter. Diese Produkte können ab dem 01.01.2007 über die Katasterwerte besteuert werden.
Andere Produkte, wie die Weiterverarbeitung von Holz zu Hackschnitzel, oder die Schnapsproduktion sind trotz verschiedener Ankündigungen nicht in die Liste aufgenommen worden. Für diese kann ein günstiges Pauschalsystem angewandt werden. Nur 15% des Umsatzes aus dem Verkauf müssen für die direkte Steuer als Bemessungsgrundlage herangezogen werden.


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