Steuerberatung | 12.10.2006

Mietverträge registrieren

Mit in Kraft treten der Notverordnung vom Sommer 2006 müssen seit 4. Juli dieses Jahres alle Mietverträge von Wirtschaftsgebäuden registriert werden.

Laufende Mietverträge müssen bis Ende November auf elektronischem Wege gemeldet werden. Innerhalb derselben Frist ist auch die Registergebühr zu bezahlen und die Option für die Mehrwertsteuer auszuüben.

Registrierung
Seit 4. Juli dieses Jahres müssen die Mietverträge von Stall und Stadel, Lagerräumen, Magazinen, Hallen, Maschinenräumen, Geräteräumen, Büros, Geschäften und Gasthäusern registriert werden. Laufende Mietverträge müssen im Zeitraum vom 2. bis 30. November auf elektronischem Wege gemeldet werden. Von dieser Neuerung sind auch die Betriebsverpachtungen betroffen.

Option für die Mehrwertsteuer
Seit 4. Juli 2006 sind die Mieten von Wirtschaftsgebäuden mit einigen wenigen Ausnahmen MwSt.-frei. Unternehmer haben jedoch die Möglichkeit im Mietvertrag für die Anwendung der Mehrwertsteuer zu optieren und die Rechnungen weiterhin mit Mehrwertsteuer auszustellen.

Bezahlung der Registergebühr
Für die laufenden Mietverträge ist die Registergebühr in der Höhe von einem Prozent für die verbleibende Vertragsdauer ab 4. Juli 2006 zu entrichten. Die Zahlung muss mittels Modell F24 auf elektronischem Wege durchgeführt werden. Wird der laufende Mietvertrag nicht registriert und die Registergebühr nicht einbezahlt, droht eine Verwaltungsstrafe in der Höhe von 120 bis 240 Prozent der geschuldeten Steuer. Um der Registrierung termingerecht nachzukommen, empfiehlt der Südtiroler Bauernbund seinen Mitgliedern, sich mit dem Verfasser des Mietvertrages in Verbindung zu setzen.