Steuerberatung | 17.01.2006

Neue Kompensierungssätze in der Landwirtschaft

Mit Ministerialverordnung sind die Kompensierungssätze für einige landwirtschaftliche Produkte um 0,2% gesenkt worden. Die Bestimmung gilt für alle Umsätze, die ab dem 01.01.2006 getätigt werden.

Bei den Anlieferungen an landwirtschaftliche Genossenschaften zählt nicht die Übergabe, sondern die Zahlung als Zeitpunkt der Umsatztätigung.

Die Kompensierungssätze ersetzen in Form eines Pauschalabzuges die ausgegebene Mehrwertsteuer der getätigten Einkäufe. Für die Landwirtschaftsbetriebe im MwSt.-Pauschalsystem entsteht durch die Senkung dieser Kompensierungssätze ein kleinerer Pauschalabzug und somit eine höhere MwSt.-Schuld.

Bisher hat der Landwirt für den Verkauf von Rohmilch 10% Mehrwertsteuer kassiert und als Pauschalbetrag 9% behalten und 1% an den Staat abgegeben.
Nun erhält der Bauer weiterhin 10% MwSt, kann aber nur noch 8,8% behalten und muss 1,2% abgeben.




tabellen fehlen!!!