Sozialberatung | 03.02.2017

Staatliche Familienförderungen

Teil 2 unserer Serie zu den sozialen Neuerungen durch das italienische Bilanzgesetz 2017 befasst sich mit den verschiedenen Formen der Familienförderung.

Das Bauernbund-Patronat ENAPA fasst zusammen, welche Förderungen es gibt und wer sie beantragen kann.

Geburtenprämie
Bei der Geburtenprämie handelt es sich um eine einmalige Zahlung von 800 Euro für Geburten und Adoptionen ab dem Jahr 2017. Den Antrag muss die Mutter ab dem siebten Schwangerschaftsmonat an das Na­tionale Fürsorgeinstitut NISF/INPS stellen. Der Beitrag zählt nicht zum besteuerbaren Einkommen.

„Buono nido“
Der jährliche Beitrag namens „Buono nido“ liegt bei ungefähr 1000 Euro. Dieser Beitrag wird in elf Monatsraten ausgezahlt und dient zur Bezahlung von Kindertagestätten. Auch diesen Beitrag zahlt das NISF direkt an jenen Elternteil aus, der den Antrag stellt.
Dem Antrag müssen eine Einschreibebestätigung des öffentlichen oder privaten Kinderhorts sowie eine Zahlungsbestätigung der Gebühren beigelegt werden. Anspruchsberechtigt sind Eltern von Kindern, die seit 2016 geboren wurden, und es hat eine maximale Dauer bis zum Erreichen des dritten Lebensjahres des Kindes. Zudem werden auch Beiträge für Betreuungen des Kindes zu Hause gewährt, sollte eine schwere chronische Erkrankung vorliegen.
Der „Buono nido“ ist nicht mit dem Voucher für Kinderhorte oder Babysitting vereinbar.
Für die Gesuchstellung um die Geburtenprämie und den „Buono nido“ muss das NISF/INPS noch Programmanpassungen vornehmen. Somit können die Gesuche für diese beiden Leistungen noch nicht gestellt werden.

Obligatorische Vaterschaft
Für das Jahr 2017 werden die zwei Tage obligatorische Vaterschaft bestätigt. Ab dem Jahr 2018 wird die obligatorische Vaterschaft auf vier Tage verdoppelt.

Kleinkinderbetreuung
Für die Kleinkindbetreuung zuhause oder für Kinderhorte wird ein Beitrag von monatlich 600 Euro gewährt. Er geht an die lohnabhängige und selbstständige Mutter, die auf die gesamte oder einen Teil der Elternzeit verzichtet. Der Beitrag wurde für die Jahre 2017 und 2018 verlängert.