Südtiroler Bäuerinnenorganisation | 02.02.2017

Wissen wo’s herkommt!

Zehn Milchbotschafterinnen sind in diesem Schuljahr wieder unterwegs und erzählen den Kindern, warum der Käse Löcher hat und was eine Kälbertränke ist.

Butterschlagen: Für die Kinder eine wertvolle Erfahrung. Milchbotschafterin Rosina Öttl in der 3. Klasse der Grundschule „J. Rampold“ in Sterzing (Foto: IDM)

Butterschlagen: Für die Kinder eine wertvolle Erfahrung. Milchbotschafterin Rosina Öttl in der 3. Klasse der Grundschule „J. Rampold“ in Sterzing (Foto: IDM)

Annemarie Kaser, die Direktorin des Sennereiverbands Südtirol, bringt es auf den Punkt: „Bäuerinnen sind die Produzentinnen des Rohstoffes Milch und deshalb authentische Botschafterinnen dieses Produktes. Sie erzählen aus erster Hand von ihrem Leben auf dem Hof, übermitteln die Werte des Landes und die Leidenschaft zum Produkt. Niemand sonst könnte dies glaubwürdiger tun.“

Wissen rund um die Milch greifbar machen
Jedes Jahr besuchen die Milchbotschafterinnen an die 300 Klassen, in diesem Schuljahr waren das an die 4250 Drittklässler. In eineinhalb Stunden erfahren diese praxisnahes Wissen rund um die wertvolle Milch. Petra Eisenstecken vom Deutschen Schulamt erklärt, wie das Wissen für die Schüler greifbar gemacht und nachhaltig gefestigt wird: „Ob Stadt- oder Landkinder: Die Kinder müssen Bezug nehmen können. Jedes Kind hat schon mal miterlebt wie die Milch überkocht oder Käse mit Löchern betrachtet. Hier knüpfen die Milchbotschafterinnen an und regen die Kinder zum Nachdenken an!“ Heu, an dem sie riechen können oder eine Kälbertränke machen die Informationen für die Kinder greifbarer.

Beim Milchkauf an die Bauern denken
Die Milchaktion hält auch Einzug in die ganze Familie. Während der Stunde wird immer ein Milchprodukt erzeugt, meistens Butter, erzählt Milchbotschafterin Klara Oberhofer: „Das Schöne ist, dass die Kinder danach zu Hause auch Butter schlagen wollen. Das zeigt, wie nachhaltig unsere Tätigkeit ist.“ Auch Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer verweist auf die Nachhaltigkeit des Milchprojektes: „Wenn die Menschen beim Kauf oder beim Trinken der Milch aus der Milchpackung an die Milchbäuerin und an ihre Kühe denken, haben wir schon etwas bewegt!“ 

Bäuerinnen sind ideale Botschafterinnen
Das Milchprojekt wird von IDM Südtirol im Auftrag vom Sennereiverband Südtirol und in Zusammenarbeit mit den Bäuerinnen-Dienstleisterinnen organisiert. Carolina Zancanella von IDM Südtirol, ist überzeugt: „Das Milch-Schulprojekt mit den Südtiroler Bäuerinnen läuft bereits seit mehreren Jahren und beruht auf einer sehr guten Zusammenarbeit. Sie sind für uns die richtigen Botschafterinnen, um den Kindern zu vermitteln, wie wichtig ihr täglicher Einsatz auf dem Bauernhof ist. Sie sind authentisch und das gefällt den Kindern.“

Auch Einblick in die Apfelwelt
Parallel zum Milchschulprojekt findet auch das Apfelschulprojekt statt. Rund 250 Klassen nahmen am Projekt teil, insgesamt 3800 Viertklässler erfahren viel über die Welt des Apfels. Die Schüler tauschen ihre Schulhefte mit knackigen Apfelstücken, und statt mathematischen Formeln lernen sie verschiedene Apfelsorten kennen: Für die Kinder ein nachhaltiges Erlebnis, das Früchte trägt, ist Landesbäuerin Erschbamer überzeugt. 

Zwei Schülerinnen der Grundschule „A. Langer“ in Bozen beim Analysieren des Apfels. (Foto: IDM)

Zwei Schülerinnen der Grundschule „A. Langer“ in Bozen beim Analysieren des Apfels. (Foto: IDM)